Warum Ausbildung?

 

Diese Frage stellt sich nicht nur im Bereich des alltäglichen Lebens, sondern auch in der Pfadfinderei. Die Antwort ist in beiden Fällen die gleiche: "Weil´s ohne schwieriger ist".

 

Ausbildung bedeutet bei den Pfadfindern, sich als Leiter zu qualifizieren, an sich selbst zu arbeiten, zu lernen, und über sich selbst und das eigene Verhalten nachzudenken. Wir in der DPSG haben uns einen Erziehungsauftrag gegeben, dem wir gerecht werden möchten. Wir möchten die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen befähigen, selbständige Persönlichkeiten zu werden, die aus eigenem Antrieb heraus ihre Werte wie Ehrlichkeit, Mut, Offenheit, usw. vertreten.

 

Ein großer Anspruch - mit Sicherheit. Diesem Anspruch werden wir gerecht, in dem wir stets im Team arbeiten, in dem wir uns in der Leiterrunde auseinandersetzen, und indem wir stets unser eigenes Verhalten reflektieren. Die Ausbildung unterstützt uns dabei. Wir lernen, besser in der Gruppe zu agieren und besser auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingehen zu können.

 

Ausbildung allein macht allerdings noch keine "gute" Leiterin und keinen "guten" Leiter. Aber sie ist wertvoll - und alle, die an Ausbildungsveranstaltungen teilgenommen haben, können dies bestätigen. 

 

 

 

 

Ausbildung in der Diözese Regensburg

 

Das Gesamtverbandliche Ausbildungskonzept der DPSG beinhaltet die international anerkannte Woodbadge-Ausbildung. Im Februar 2004 wurde der erste Teil, die Ausbildung der Gruppenleiter, beschlossen. Die Woodbadgeausbildung gliedert sich in folgende Teile:

 

Einstiegsphase

Ein Gespräch zwischen Stammesvorstand / Leiterrunde und den Neuleiterinnen und -leitern bildet den Einstieg als Leiter in unserem Stamm. Hier werden vor allem die Motivation und die gegenseitigen Erwartungen geklärt. Was erwartet der Stamm von einem Leiter - was erwartet der neue Leiter vom Stamm? Ziel ist es, dass der neue Leiter eine eigene Entscheidung treffen kann, ob er/sie die Verantwortung für eine Kinder- bzw. Jugendgruppe übernehmen möchte.

 

KickStart

Das Handwerkszeug zur Gestaltung und Organisation der Gruppenstunden erlernen die Leiter im Rahmen einer Basisausbildung, die in der Diözese Regensburg KickStart genannt wird und ein Wochenende umfasst. Beim KickStart werden vor allem Inhalte vermittelt, die jeder Leiter braucht, um eine Gruppe leiten zu können und Vorgänge in der Gruppe verstehen zu lernen. Diese Basisausbildung ist für jeden Leiter in unserem Stamm verpflichtend.

 

Praxisphase

Ausgestattet mit dem Grundwissen beginnt der neue Leiter in einem Leitungsteam mitzuarbeiten und wird in dieser Zeit von einem 'Paten' begleitet. Im Idealfall ist das ein erfahrener Leiter aus dem Team. Ziel ist es, den Leiter nicht alleine zu lassen und die Gruppenstunden gemeinsam Vor- und Nachzubereiten.

 

Modulausbildung

Die Modulausbildung umfasst 3 Module, die wiederum in verschiedene Bausteine aufgeteilt sind. Die Module und Bausteine können von den Leitern in beliebiger Reihenfolge bundesweit absolviert werden und werden dem Leiter auch bundesweit einheitlich bescheinigt. Die Modulausbildung wird in unserer Diözese von einem Team aus qualifizierten Ausbildern angeboten und findet an 3 Wochenenden statt.


* Modul 1 - Leiter

o Baustein 1.a Pfadfinderische Identität und persönlicher Stil
o Baustein 1.b Teamarbeit
o Baustein 1.c Spirituelle Kompetenzen


* Modul 2 - Gruppe

o Baustein 2.a Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen/Pädagogik der DPSG
o Baustein 2.b Mädchen und Jungen, Geschlechtsbewusste Gruppenarbeit
o Baustein 2.c Pfadfinderische Grundlagen: Pfadfinderische Methodik


* Modul 3 - Sache
o Baustein 3.a Pfadfinderische Grundlagen: Geschichte und Hintergründe
o Baustein 3.b Sofortmaßnahmen am Unfallort (Erste Hilfe)
o Baustein 3.c Haftung und Versicherung
o Baustein 3.d Planung und Durchführung von Maßnahmen
o Baustein 3.e Pfadfindertechniken
Die Bausteine 3.d und 3.e sind keine Pflichtbausteine und können bei Bedarf und Interesse besucht werden.

 

Woodbadge-Kurs

Wer alle Module absolviert hat, kann anschließend am Woodbadge-Kurs teilnehmen. Der Woodbadgekurs bietet den Teilnehmern eine Woche lang den Rahmen, selbst Erfahrungen in einer Gruppe zu sammeln, zu reflektieren und daraus viel über sich selbst als Person und in seiner Rolle als Leiter zu lernen. Nach dem Woodbagekurs sollten die Teilnehmer Ihre persönlichen Lernerfahrungen aus dem Kurs umsetzen. Diese Lernerfahrungen sollen dann schriftlich dokumentiert werden und dienen als Grundlage für das Reflexionsgespräch mit den Kursteamern. Dieses findet in der Regel auf einem Nachbereitungswochenende statt. Dieses Gespräch ist für die Kursteamer Grundlage für Ihren Ernennungsvorschlag an die Bundesleitung.

 

Woodbadge-Ernennung

Es folgt die international anerkannte Woodbadge-Ernennung mit der Berechtigung zum Tragen der Woodbadge-Zeichen (Halstuch, Knoten und Lederschnur mit zwei Holzklötzchen) durch den Bundesvorstand.

 


Weitere Informationen vefinden sich auf unserer Diözesan-Homepage,

Termine hier

 

 

 

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